›Das legendäre Fotoarchiv von 1888 bis heute‹ - Neuer Bildband dokumentiert mehr als hundert Jahre Fotogeschichte
Der neue Bildband National Geographic - Die Bilder: Das legendäre Fotoarchiv von 1888 bis heute von National Geographic Deutschland präsentiert das legendäre Fotoarchiv der National Geographic Society.
Diese Bildersammlung zählt zu den herausragendsten der Welt und beherbergt etwa elf Millionen Fotos. Das Buch Die Bilder zeigt berühmte Fotos aus diesem Archiv, aber auch viele andere großartige Aufnahmen, die bislang unveröffentlicht waren.
Für alle Bilder gilt, dass sie von den besten Fotografen der Welt gemacht wurden und auf einzigartige Weise das Leben auf unserem Planeten dokumentieren. Ob sibirischer Tiger in den Wäldern Asiens oder ein Fischer vor Neufundland, ob Stammestänze im Niger, ein Besuch in einem Tokioer Badehaus oder der Blick in einen brodelnden Vulkan - alle Bilder erzählen ihre eigene Geschichte, über die der Betrachter mehr erfahren will.
Stern Spezial Fotografie Nr. 56 widmet sich dem japanischen Fotografen Nobuyoshi Araki und präsentiert eine Auswahl seiner Bilder. Araki ist in Japan ein anerkannter Mann und zweifellos der berühmteste Fotograf des Landes. Es ist schwer, das umfangreiche Lebenswerk Arakis mit Begriffen europäischer Fotografie zu erklären. Nichts davon würde die fast manische Bildfängerei des 69-Jährigen erklären, der über 300 Fotobücher veröffentlicht hat und auf dessen Nachttisch, wie er sagt, immer eine Kamera liegt.
Arakis Bildsprache ist japanisch - technisch, ästhetisch und inhaltlich. Sie ist verwurzelt in der japanischen Kultur des 20. Jahrhunderts, dem rasenden Wandel der Gesellschaft und der Nivellierung sozialer Strukturen. Arakis Fotografie ist keine lange, bühnenhafte Inszenierung, sondern ein stetiges, schnelles Festhalten von Momenten.
Viele seiner Bilder haben Schatten oder Unschärfen, manche zeigen noch das eingeblendete Datum, sie wirken auf den Betrachter wie Schnappschüsse, zufällig eingefangen. Die Botschaft seiner Bilder komme von den Männern und Frauen, die er fotografiere, so Araki. Sie drückten aus, was er sagen wolle. Und so entsteht, wenn man durch seine Bücher blättert, so etwas wie eine melancholische Sozio-Fotografie eines Landes und seiner Menschen.
Kaum ein anderer Fotograf schafft es, die populärsten und bedeutendsten US-Persönlichkeiten - von Barack Obama bis George Clooney - zu porträtieren und ihnen dabei so nahe zu kommen wie Martin Schoeller.
Stern Fotografie Nr. 54 präsentiert das Werk des deutschen Fotografen, dessen Close-Up-Porträts Arbeiten für die Ewigkeit darstellen. Die kontrollierte und stilvolle Subversion gepaart mit einer leicht freibeuterischen Seele, die in seinen Bildern zu erkennen ist, machen ihn in den USA seit Jahren zu einem gefragten Fotografen.
Auf rund 90 großformatigen Seiten trägt das Portfolio Schoellers Aufnahmen aus den Jahren 1997 bis 2008 zusammen. Dabei sticht besonders die fotografische Eindringlichkeit hervor, die seine Bilder so herausragend macht. Es sei nicht die Prominenz, die den Fotografen an den Gesichtern beeindruckt, sondern die Lebensgeschichte, die sich dahinter verbirgt. Für die "Close-Up"-Porträts wendet Schoeller keine neue Technik an, er erzielt dennoch völlig neue Ergebnisse: Der Betrachter kann die Gesichter wie Landschaften studieren und dabei das "Protokoll des Charakters" herauslesen. Für Schoeller jedoch "kann ein Foto immer nur eine kleine Seite eines Menschen zeigen. Aber es sind Bilder, die weniger lügen".
Im Februar verkündete der amerikanische Polaroid-Konzern einen Produktionsstopp für seine Sofortbildkameras und die dazugehörigen Filme aufgrund dramatisch sinkender Verkaufszahlen. Dabei liebten gerade Künstler dieses Medium für seine altmodische Ehrlichkeit und den Charme des Unperfekten. Das Kunstmagazin ›Art‹ wirft einen wehmütigen Rückblick auf eine Zeit ohne Digitalkameras und Fotohandys.
"Sofortbilder sind viel spontaner und direkter", so der österreichische Künstler Erwin Wurm gegenüber ›Art‹. Wenige Wochen vor seiner aktuellen Ausstellung in Moskau bangt er um die Verfügbarkeit der Polaroid-Filme. Generationen von Kreativen störten sich nicht an der geringen Qualität der Bilder, gemessen an fotografischen Standards.
Im Zeitalter fotografischer Manipulation haftet dem Polaroidfoto eine verloren geglaubte Aura der Authentizität an, denn meist entsteht es als Beleg eines flüchtigen Geschehens, dessen Ergebnis man mithilfe von Polaroid sofort überprüfen und gegebenenfalls korrigieren kann. Im Gegensatz zur Digitalkamera jedoch sind Reproduktionen nicht möglich - so bleibt jedes Bild ein Original.
Am 2. Juni startet zum fünften Mal der Lumix Digitalfotowettbewerb von Panasonic, National Geographic Deutschland und T-Online, bei dem wieder viele attraktive Preise zu gewinnen sind. Voraussetzung für die Teilnahme: Die Fotos müssen mit einer Digitalkamera gemacht worden sein und in eine der drei Wettbewerbs-Kategorien passen - "Natur + Tierwelt", "Menschen + Emotionen", "Architektur + Technik".
Wer die Jury von seinem Bild überzeugen kann, hat gute Chancen auf den Abdruck seines Fotos im Magazin National Geographic Deutschland und darf sich auf zwei Wochen Urlaub in Australien freuen. Die Reisen stellen die Tourismuszentrale "Northern Territory" und der Veranstalter Gebeco bereit. Außerdem gibt es digitale Spiegelreflexkameras und Superzoom-Kameras von Panasonic sowie Bildbände und Abonnements von National Geographic Deutschland zu gewinnen.
In diesem Jahr qualifizieren sich die Sieger der jeweiligen Kategorien zudem erstmals für den Internationalen Fotowettbewerb von National Geographic. Wer auch hier punkten kann, darf zusätzlich zur Preisverleihung nach Washington DC reisen.
Seit über 50 Jahren prämiert der World Press Photo Award die besten und eindruckvollsten Fotos des zurückliegenden Jahres, ausgewählt von einer internationalen Jury. Die Ausstellung zeigt auch in diesem Jahr wieder ergreifende und eindringliche Bilder, die die Geschehnisse des vergangenen Jahres Revue passieren lassen. Neben bewegenden und verstörenden Momenten aus den Konfliktgebieten dieser Erde bietet die Ausstellung auch fotografische Highlights aus den Bereichen Sport, Kunst, Umwelt oder Wissenschaft.
Gruner + Jahr präsentiert gemeinsam mit Stern und GEO bereits zum 14. Mal die Deutschlandpremiere der World Press Photo Award-Ausstellung im G+J-Pressehaus am Baumwall in Hamburg. Die preisgekrönten Bilder sind vom 1. bis 25. Mai 2008 zu sehen.
Zum "World Press Photo Award des Jahres 2007" wählte die internationale Jury eine Farbfotografie des britischen Fotojournalisten Tim Hetherington. Hetheringtons Foto ist Teil einer Bilderserie für Vanity Fair, USA, die den 2. Preis in der Kategorie "Reportage allgemein" gewann. Es zeigt einen US-amerikanischen Soldaten, der an einen Bunker lehnt. Erschöpft hält er sich die rechte Hand vor sein Gesicht. Das Foto wurde am 16. September 2007 im Korengal-Tal in Afghanistan aufgenommen. Zum Zeitpunkt der Aufnahme tobten in der Region heftige Gefechte.