Martin Oeggerli: Evolution bei Korbblütlern - Faszination Forschung Platz 3

Martin Oeggerli: Evolution bei Korbblütlern - Faszination Forschung Platz 3

Fotograf: Martin Oeggerli

Martin Oeggerli, 1974 in der Schweiz geboren, arbeitet als Molekularbiologe an der Universität Basel. Die Fotografie entdeckte er 2002 während einer Reptilien-Show beim Ausprobieren der Digitalkamera, die ihm seine Eltern geschenkt hatten. Seine Bilder entstehen auf Streifzügen rund um den Globus, sowie im Labor mittels Rasterelektronenmikroskopie. Sie werden regelmäßig auf Ausstellungen im In- und Ausland präsentiert oder erscheinen in Zeitschriften wie dem Nachrichtenmagazin FOCUS.

Bildtitel: Evolution bei Korbblütlern

200 Jahre sind vergangen, seit Charles Darwin geboren wurde, und genau 150 Jahre, seit er sein revolutionäres Werk „Die Entstehung der Arten“ veröffentlichte. Für den Fotografen Grund genug, dem Begründer der modernen Biologie dieses Bild zu widmen. Darauf zu sehen sind die beiden unterschiedlichen Blütenformen eines Korbblütlers: Die linke Blüte stammt vom Rand der Sammelblüte, zu erkennen am auffällig langen Blütenblatt, die rechte aus dem Zentrum. Korbblütler sind eine der artenreichsten Familien innerhalb der Blütenpflanzen. Ihre charakteristisch bunten und runden Sammelblüten zeigen eine herausragende Anpassung an die Insektenbestäubung – was schon Darwin nicht verborgen blieb.

Begründung der Jury

Beinahe irritierend sind die farbenfrohen Aufnahmen von Martin Oeggerli. Sehen wir Tier oder Pflanze, Computeranimation oder aufwändige Illustration? Langsam erkennt der Betrachter Ähnlichkeiten in den vermeintlich ganz verschiedenen Darstellungen: „Die Vermutungen schießen ins Kraut.“ Kryptisch doch gleichzeitig zum Denken auffordernd soll Wissenschaftsfotografie sein, findet die Jury. Und zeichnet das Motiv für dieses Kunststück aus.

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