Anja Niedringhaus

›Wenn ich es nicht fotografiere, wird es nicht bekannt‹

Anja Niedringhaus (* 12. Oktober 1965 in Höxter; † 4. April 2014 in Banda Khel), deutsche Fotojournalistin. Niedringhaus berichtete aus Kriegsgebieten in Jugoslawien, Palästina, Afghanistan, Kuwait, Libyen und Irak; sie wurde 2014 in der Unruheprovinz Chost (خوست) in Afghanistan erschossen.

Für das Buch "Menschen machen Medien" (Daedalus-Verlag, 2012) hatte Jochen Reiss die erfahrene Journalistin porträtiert, die seit 2002 für die Nachrichtenagentur Associated Press (AP) arbeitete.

In seinem Buch schreibt Reiss unter anderem: "Eines ihrer Fotos zeigt einen US-Marineinfanteristen mit entschlossenem Blick in schwerer Montur. Er führt einen jungen Mann in schwarzen Kleidern ab, barfuß, die Hände auf dem Rücken mit Kabelbindern gefesselt. Die rechte Hand des Soldaten drückt den Nacken des Festgenommenen tief nach unten. In der linken hält er sein Gewehr. Das Foto ist eines der Bilder, für das Anja Niedringhaus als erste deutsche Fotografin den
Pulitzerpreis bekommen hat. "Wenn ich es nicht fotografiere, wird es nicht bekannt", sagt Anja Niedringhaus."

Netmarks

Medien zum Thema

Image of Menschen machen Medien: Wie Journalisten wurden, was sie sind. Was sie bewegt - und was sie bewegen
Autor: Jochen Reiss
Verlag: Daedalus (2012)
Einband: Taschenbuch, 244 pages