Jeder Digitalfotograf kennt das Problem: Manche Aufnahmen erscheinen etwas grobkörnig oder zeigen vereinzelte Farbfehler. Dieses so genannte Bildrauschen ist in gewisser Hinsicht ein Trittbrettfahrer des technischen Fortschritts: Mit den rasant gestiegenen Auflösungswerten der Fotochips in den Kameras hat auch das Bildrauschen zugenommen. Das Fotomagazin Chip Foto-Video digital erklärt in seiner aktuellen Ausgabe, wie diese Bildfehler entstehen und verrät die wichtigsten Regeln und Einstellungen, um das Problem in den Griff zu bekommen.
Laut Benno Hessler, Leitender Redakteur bei Chip Foto-Video digital, entsteht Bildrauschen durch elektrische Störsignale, die den Bildinhalt – also die erwünschten Signale - überlagern. Dies sei hauptsächlich der hohen Pixeldichte geschuldet: "Die Hersteller packen immer mehr Pixel auf die kleinen Bildsensoren ihrer Kompaktkameras. Der geringe Abstand der einzelnen Pixel zueinander ist geradezu eine Einladung fürs Rauschen – die Bildpunkte kommunizieren sozusagen miteinander".
Dem Bericht zufolge wird der Effekt noch verstärkt, wenn die Automatik der Kamera oder der Fotograf selbst den ISO-Wert für die Lichtempfindlichkeit erhöht. Dadurch verstärke sich das zu schwache Signal des Sensors – und leider auch das Bildrauschen. Hessler rät deshalb zu einem zurückhaltenden Umgang mit der Lichtempfindlichkeit: "Natürlich ist es sinnvoll, bei schlechten Lichtverhältnissen den ISO-Wert zu erhöhen. Denn dadurch senkt sich die notwendige Belichtungszeit und damit die Gefahr des Verwackelns. Nur darf man es nicht übertreiben: Wenn ISO 800 ausreichend kurze Verschlusszeiten liefert, sollten Sie es auch dabei belassen. Wählen Sie ohne Not eine höhere Einstellung, verschlechtern Sie wahrscheinlich Ihre Bilder".
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