Zwölf aktuelle Kamera-Handys im Test: Viele Megapixel sind noch kein Garant für gute Bilder
Wer auf der Suche nach einem neuen Foto-Handy ist, sollte nicht nur auf die Megapixel-Angaben der Hersteller schauen. Denn um unterwegs gute Schnappschüsse zu erzielen, sind neben einer hohen Auflösung auch eine geringe Auslöseverzögerung und ein ausgereifter Blitz Pflicht. Darauf weist das Telekommunikationsmagazin Connect in seiner neuen Ausgabe 5/2008 hin.
Connect hat in einem aktuellen Test zwölf Kamera-Handys auf den Prüfstand gestellt. Dabei konnten sich nur wirklich gute und kostspielige 5-Megapixel-Modelle gegen ausgereifte 3-Megapixel-Geräte durchsetzen, die im Schnitt nur halb so teuer sind. Vor allem in Sachen Bildqualität bringen viele Pixel allein keinen sichtbaren Vorteil. "Erst wenn man einen Ausschnitt aus einer Aufnahme stark vergrößert, sind die Unterschiede zu erkennen. Dies fällt nur bei großformatigen Ausdrucken ins Gewicht", erklärt Connect-Experte Markus Eckstein. "Viel wichtiger sind Ausstattungsmerkmale, die im Alltag einen flexiblen Einsatz ermöglichen".
Laut Connect sollte ein gutes Foto-Handy auf jeden Fall einen Autofokus besitzen, der zuverlässig für scharfe Aufnahmen sorgt. Wichtig ist zudem ein richtiger Blitz, um auch in dunkler Umgebung vernünftige Bilder zu erzielen. Die noch häufig in Foto-Handys verwendeten LED-Leuchten sind hierzu nicht in der Lage, da sie kaum weiter als einen Meter reichen. Ebenso ist auf die Auslöseverzögerung zu achten, denn nur eine schnelle Handy-Kamera bannt zuverlässig bewegliche Motive auf das Bild. Unnötig ist hingegen ein digitaler Bildstabilisator, der lediglich die Belichtungszeit verkürzt, um Verwackler zu verhindern. Im Gegenzug wird dafür die Empfindlichkeit nach oben geschraubt, was meist zulasten der Bildqualität geht.
Sieger im Connect-Test ist das Sony Ericsson K850i für rund 600 Euro. Das einfach zu bedienende 5-Megapixel-Modell liefert hochauflösende Bilder, die gleichmäßig hell belichtet sind. Für Nachtaufnahmen kommt ein Xenon-Blitz zum Einsatz, der kleinere Räume komplett ausleuchten kann. Die Auslöservezögerung ist zwar nicht so kurz wie bei einer echten Digitalkamera, dafür hat das K850i einen so genannten BestPic-Modus an Bord. Dieser schießt neun Aufnahmen pro Sekunde, aus denen der Anwender sich hinterher das beste Bild aussuchen kann.
Quelle
- Pressemitteilung von connect Telekommunikationsmagazin vom 8. April 2008.
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