Im Frühjahr 2010 bringt das Computermagazin c't einen Print-Ableger zum Thema ›Digitale Fotografie‹ auf den Markt. Mit zwei bis drei Monaten Abstand wird das Magazin vier Mal erscheinen und auch im Abonnement zu haben sein. Das neue Periodikum des Heise Zeitschriften Verlags startet mit einer Druckauflage von 95.000 Exemplaren.
Jede Ausgabe der c't-Themenheft-Reihe "Digitale Fotografie" wird verschiedene Workshops und Tutorials enthalten. Hinzu kommen Kameratests sowie eine vielfältige Themenauswahl rund um digitale Fotografie. Unterwasserfotografie, Lichtmalerei, Portrait-Fotografie und Gestaltung mit Schärfe sind nur einige der geplanten Themenschwerpunkte.
Hardware veraltet, Software ist nicht kompatibel, Dateiformate ändern sich: Digitalfotos für Jahrzehnte zu archivieren ist kein leichtes Unterfangen. Fotografen belichten deshalb ihre besten Digitalfotos auf Positiv-Dias aus, so das Computermagazin c't im Sonderheft Digitale Fotografie.
Mit dem Siegeszug der Digitalfotografie ist die Archivierung der Fotos zum anspruchsvollen Unterfangen geworden: Festplatten sind nicht mehr lesbar, die Fotosoftware läuft nicht mehr mit dem neuen Betriebssystem. Deshalb greifen nicht nur Profis auf die Analogtechnik zurück: Positiv-Dias überstehen Jahrzehnte, doch die Ausbelichtung ist teuer: "Die Umwandlung kostet etwa 50 Cent pro Bild, weshalb sich das Verfahren nur für sorgfältig ausgewählte Fotos anbietet", so c't-Redakteur Dr. Jürgen Rink.
Die große digitale Fotosammlung dagegen muss gepflegt werden. Sie lässt sich am bequemsten auf einer externen Festplatte archivieren, Prüfprogramme helfen, Defekte rechtzeitig zu erkennen. Bei der Frage nach dem richtigen Dateiformat bietet sich für Hobby-Fotografen JPEG an, bei Spiegelreflexkameras zusätzlich das herstellerabhängige Rohdatenformat.
Die Zeitschrift ›Fotomagazin‹ feiert in der Juli-Ausgabe ihr 60-jähriges Bestehen mit einem 50-seitigen Special zur Fotogrschichte. In der Jubiläumsnummer präsentiert das Fachmagazin unvergessliche Momente, Fotos, die Geschichte machten und Stars, die zu Ikonen wurden. Außerdem: Spannende Rückblicke auf die Highlights aus 60 Jahren Technikgeschichte und die besten Praxistipps aus sechs Jahrzehnten.
1949 startete Fotomagazin als eine der ersten Fotozeitschriften der Bundesrepublik und zählt heute mit Techniktests und wertvollem Praxiswissen zu den Meinungsführern der Fotobranche. Die Jubiläumsausgabe ist eine Bestandsaufnahme der zeitgenössischen Fotografie mit beeindruckenden Bildern und Berichten - ein Muss für jeden Fotografie-Liebhaber.
"Heute beschert uns die Digitaltechnik eine wahre Bilderflut. Früher hat man sich vor dem Fotografieren über das Ergebnis sehr viel mehr Gedanken gemacht - aus finanziellen Gründen", erklärt Franz Raith, Chefredakteur fotoMAGAZIN. "Das Verlangen nach besseren Bildern ist größer denn je. Wir sehen es noch heute als unsere Aufgabe, engagierten Amateurfotografen praxisnahe Tipps zu vermitteln, damit sie schöne, aussagekräftige Fotos erhalten."
Stern Spezial Fotografie Nr. 56 widmet sich dem japanischen Fotografen Nobuyoshi Araki und präsentiert eine Auswahl seiner Bilder. Araki ist in Japan ein anerkannter Mann und zweifellos der berühmteste Fotograf des Landes. Es ist schwer, das umfangreiche Lebenswerk Arakis mit Begriffen europäischer Fotografie zu erklären. Nichts davon würde die fast manische Bildfängerei des 69-Jährigen erklären, der über 300 Fotobücher veröffentlicht hat und auf dessen Nachttisch, wie er sagt, immer eine Kamera liegt.
Arakis Bildsprache ist japanisch - technisch, ästhetisch und inhaltlich. Sie ist verwurzelt in der japanischen Kultur des 20. Jahrhunderts, dem rasenden Wandel der Gesellschaft und der Nivellierung sozialer Strukturen. Arakis Fotografie ist keine lange, bühnenhafte Inszenierung, sondern ein stetiges, schnelles Festhalten von Momenten.
Viele seiner Bilder haben Schatten oder Unschärfen, manche zeigen noch das eingeblendete Datum, sie wirken auf den Betrachter wie Schnappschüsse, zufällig eingefangen. Die Botschaft seiner Bilder komme von den Männern und Frauen, die er fotografiere, so Araki. Sie drückten aus, was er sagen wolle. Und so entsteht, wenn man durch seine Bücher blättert, so etwas wie eine melancholische Sozio-Fotografie eines Landes und seiner Menschen.
Kaum ein anderer Fotograf schafft es, die populärsten und bedeutendsten US-Persönlichkeiten - von Barack Obama bis George Clooney - zu porträtieren und ihnen dabei so nahe zu kommen wie Martin Schoeller.
Stern Fotografie Nr. 54 präsentiert das Werk des deutschen Fotografen, dessen Close-Up-Porträts Arbeiten für die Ewigkeit darstellen. Die kontrollierte und stilvolle Subversion gepaart mit einer leicht freibeuterischen Seele, die in seinen Bildern zu erkennen ist, machen ihn in den USA seit Jahren zu einem gefragten Fotografen.
Auf rund 90 großformatigen Seiten trägt das Portfolio Schoellers Aufnahmen aus den Jahren 1997 bis 2008 zusammen. Dabei sticht besonders die fotografische Eindringlichkeit hervor, die seine Bilder so herausragend macht. Es sei nicht die Prominenz, die den Fotografen an den Gesichtern beeindruckt, sondern die Lebensgeschichte, die sich dahinter verbirgt. Für die "Close-Up"-Porträts wendet Schoeller keine neue Technik an, er erzielt dennoch völlig neue Ergebnisse: Der Betrachter kann die Gesichter wie Landschaften studieren und dabei das "Protokoll des Charakters" herauslesen. Für Schoeller jedoch "kann ein Foto immer nur eine kleine Seite eines Menschen zeigen. Aber es sind Bilder, die weniger lügen".